25. September 2007

Mich erreicht eine SOS-Mail aus Wien.

“Liebe Heike,

… kannst du dir vorstellen, die Sanga-Plattform zu übernehmen?…”

Oje, einerseits Panik.  Ich und eine Internetplattform? Ich bin froh, dass ich in der Lage bin, Beiträge dort einzustellen. Ich habe keine Ahnung von Technik, die Programmierfirma sitzt in den Niederlanden und es wird englisch gesprochen. Andererseits ja, hurra, ich möchte gern Menschen inspirieren, vernetzt und kooperativ miteinander umzugehen, möchte zeigen, dass es geht, dass wir anders miteinander umgehen können, dass wir uns aus den üblichen sozialen und gesellschaftlichen Nebeln befreien können, dass wir als Menschen indivduell und kollektiv lernen können, uns eine Gesellschaft und Wirtschaft zu kreieren, die unserem Menschsein mehr entspricht.

Seit ca. einem halben schreibe ich regelmäßig für Berlin einen kulturell-kreativen Newsletter. Ich veröffentliche Termine, verbreite Inforamtionen und vernetze. Eine Aufgabe, die ich mit großem Enthusiasmus begonnen habe und von der ich erst auf dem Weg gemerkt habe wie viel Arbeit dahinter steckt. Ich schreibe nicht nur einmal die Woche ein paar Zeilen, nein, ich bin Ansprechpartner, muss mich nach interessanten Informationen umschauen, recherchieren, aufbereiten, schreiben, verbessern, Kontakte knüpfen… Ich bin sehr schnell an meine Kapazitätsgrenze gekommen, denn ich habe auch zwei Jobs mit denen ich Geld verdiene, ein nicht ganz unerheblicher Aspekt.

Könnte mit Sanga möglich werden, was auf die herkömmliche Art nicht mehr möglich ist?  Ich fand die Idee eine kulturell-kreative Plattform zu schaffen, super. Menschen mit einem ähnlichen Wertekostüm, die gemeinsam nicht nur von einer besseren Welt träumen, sondern dafür auch etwas tun. Ganz klar, ich wollte, dass die Plattform bleibt und ich wollte, dass sie sich weiterentwickelt.

Zwei Stunden später traf ich mich mit einem Freund im Café. Ich war noch am überlegen wie man das macht, was jetzt zu tun ist und Robert meinte sofort: “Ich mache mit und unterstütze dich!” Super, genau das hatte ich gebraucht und ”zufällig” fliegt Robert drei Tage später nach Wien und kann mit Hannes und Nicole reden.     

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